Leipziger Volkszeitung 24. Oktober 2006

Hohes künstlerisches Niveau und junge Gesichter bei 16. Lachmesse

Von Mark Daniel

Der Schlusspunkt war eine Luftnummer, eine außergewöhnliche. Bei der großen Gala zur Leipziger Lachmesse am Sonntagabend im Schauspielhaus schickte das Schweizer Duo Flügzüg exorbitante Ballons und Keulen in den Bühnenhimmel. Die "langsamsten Jongleure der Welt", schon einem Millionen-Publikum bekannt durch Auftritte bei Thomas Gottschalk und "Verstehen Sie Spaß?", krönten mit ihrer Show das von der LVZ präsentierte internationale Humor- und Satire-Festival 2006 - und legten einen faszinierenden Zauber über das Finale.
" Stolz wie ein Spanier" ist Lachmesse-Chef Arnulf Eichhorn, dass er Flügzüg verpflichten konnte.


Highlights der Physik 2006 , Bremen Congress Centrum, 6.-10. 11. 2006

Die Highlights-Show war feierlicher Auftakt der "WellenWelten". Während der Veranstaltung im Congress Centrum Bremen begleitete TV-Moderator Ranga Yogeshwar rund 1.700 Zuschauer durch ein spektakuläres Programm mit Physik, Magie, Geigenkunst und Luft-Akrobatik. Krönender Abschluss des Abends: die Luftakrobaten von Flügzüg mit Zeitlupen-Jonglage, schwebenden „Luftschlangen“ und riesigen Rauchringen.


Basellandschaftliche Zeitung bz Samstag 26. Januar 02

"Zauberhaft und hochpoetisch"

Die Krone setzt dem Abend allerdings das Berner Duo "Flügzüg" auf. Wie die beiden mit zum Teil aufwendigen Requisiten die weite Halle und natürlich das Publikum in ihr Spiel mit einbeziehen, ist derart feinsinnig und witzig, dass man es einfach selber gesehen haben muss.


NZZ ZÜRICH UND REGION Samstag, 25.03.2000 Nr.72 45

Flügzüg und Gardi Hutter "flügen" hoch hinaus

Saisonpremiere des Circus Knie in Rapperswil

fsi. Jetzt komme im Fall eine brutale Show, und ob überhaupt alle im Zelt berndeutsch verständen? Komiker, die ihren Auftritt derart blödelnd in behäbigstem Berner Dialekt ankündigen und derweil in Frack, Fliege und auf zehn Zentimeter hohen Plateausohlen herumstolzieren, haben ihr Publikum bereits im Sack. Und wenn noch ein Spruch kommt wie: "Wir könnten unsere Show auch auf züridüütsch machen, aber dann wären wir jetzt bereits fertig", machen sie den Sack auch gleich zu.

So geschehen am Freitag bei der Hauptprobe des neuen Programms des Circus Knie in Rapperswil: Thomas Leuenberger und Claude Criblez vom Komiker-Jongleur-Duo Flügzüg hielten die Zuschauer schon nach den ersten Sätzen und ohne dass sie viel von ihren bemerkenswerten artistischen Fähigkeiten gezeigt hätten, fest im Griff. Und sie liessen es nicht mehr los: Rasante Jonglagen mit Bällen und Keulen wechselten mit irrwitzigen Diabolospielchen, und stets hatten die beiden Witzbolde aus dem Bernbiet einen lockeren Spruch auf den Lippen, eierten als sprungscheue Junggiraffe durch die Manege, sie liessen sich als DJ-Bobo-Doppelgänger mit Plüschtierchen bewerfen und alberten in gut bernischem Zeitlupentempo - "zu dieser Nummer könnt ihr auch geschlossen tanzen" - mit riesigen blauen Luftballons herum. Sie knöpften sich gegenseitig bei Fehlern Zehnernoten ab, sie nahmen einander und das Publikum unablässig hoch, liessen ihre Zuschauer vor lauter Lachen fast vergessen, dass sie in der Manege artistisch hochstehende Partnerjonglagen zeigten.

© AG für die Neue Zürcher Zeitung NZZ 2000


NZZ ZÜRICH UND REGION Samstag, 06.05.2000 Nr.105 45

Heiterer Auftakt des Knie-Gastspiels in Zürich

Der schnellste und die langsamsten Jongleure der Welt

su. Im Zirkus kann man nichts Neues mehr erfinden, es ist alles schon einmal dagewesen. Das haben wir auch geglaubt, bevor wir das Duo Flügzüg vor einen Jahr am Zirkus-Festival von Lausanne zum erstenmal gesehen hatten: Die beiden Berner, Thomas Leuenberger und Claude Criblez, haben herausgefunden, dass man die Zuschauer mit lang-sa-mem Jong- und Par-lie-ren in Windeseile für eine komische Nummer im Zeit- lu-pen-tem-po begeistern kann! Und langsam Jonglieren ist gar nicht so einfach, weil die in die Luft geworfenen Gegenstände die Tendenz haben, postwendend wieder herunterzukommen. Aber riesige Luftballons lassen es während gemächlicher Ausflüge durch das Chapiteau sogar zu, dass die Anti-Tempo-Artisten in nur vier oder fünf Sekunden eine verwegene Pi-rou-et-te ein-le-gen. Was die beiden Spassvögel, die "gäng im Stress" sind, machen, spielt eigentlich gar keine grosse Rolle: Wie sie nun ihre "brutale Show" auch im Schweizer Nationalzirkus zelebrieren und ununterbrochen in behäbigem Berner Dialekt kommentieren, ist von köstlichem Humor getragen und vermag glänzend zu unterhalten.

Das Duo könnte vielleicht einen Eintrag im "Guinness Book" der Weltrekorde für die langsamste je gestoppte Pirouette erwirken.

© AG für die Neue Zürcher Zeitung NZZ 2000